Mine Zit mit Barbara, Parte dos

12 11 2010

Ester und Los 33 (21.10.2010)

…ausser eben, dass eine unserer Guides die nette Ester war, Chilenin urspruenglich aus Santiago. Mit Freude konnte ich zunaechst feststellen, dass die Versprechung im Vorfeld, der ganze Aufstieg zum Vulkan koenne als grosses “bano publico” benutzt werden, keine finte war. Nachdem ich also vor Abmarsch vom Parkplatz – waehrend der Gudie den LLTs (Lonely liar traveller) erklaert hat, dass man von Sonne Sonnenbrand bekommt und dass man bei koerperlicher Anstrengung Wasser trinken muss – gemuetlich in den Schnee geschifft habe, hab ich mich mit Rade ans Ende des Gaensemarsches gesetzt. Dort befand sich auch Ester und die Gelegenheit war gut, sie zuzutexten und gleichzeitig meine Theorie ueber die Rettung der “Los 33” (die 33 Minenarbeiter) zu ueberpruefen und die Meinung einer einheimischen Person zu hoeren. Einige von Euch haben ja schon nach der Minengeschichte gefragt. Ja, es war in Chile wochenlang ein Thema und in den 2,3 Tagen der Rettung kam in der Glotze nix anderes. Ich war zugfaelligerweise in einer Unterkunft mit TV (die teuerste Bude ueberhaupt, in Talca, s.u.) und habs mir in der Nacht des Beginns der Rettung mit einer Flasche guten chilen. Roten auf meinem Bett gemuetlich gemacht. Riesenspektakel, der Praesident war schon da und hat mit kumpelhaftem Gschwaetz den lockeren Politiker rausgehaengt und seinen Amtsbruder aus Bolivia (ein Minero war aus BOL) alles schoen erklaert, wie das so ist mit den Minen. Vor 0 Uhr wurds spannend (Weinflasche grade ungefaehr dreiviertels leer) und der erste Retter ist nach unten. Wichtig war dann unten, dass einer der Mineros unbedingt von der Kamera weg musste, dass alle was sehen konnten… Kurz nach 0 Uhr des 13.10.10 kam dann der erste Minero nach oben und genau das war verdaechtig: Wie in den Medien schon vorher (unter anderem) zusammengereimt ist die Quersumme des Datums genau 33, wie Los 33. Und ausgerechnet kurz nach 0 Uhr war der erste oben. Und insgesamt sah mir die Rettungsaktion nicht gerade zuegig und schnellstmoeglich aus. Und danach war natuerlich das Wichtigste der Smalltalk mit dem Praesidenten. Jedenfalls hat Ester mit bestaetigt, dass sie und die Leute auch so darueber denken. Aber das ist nur ein Werk der Medien und Politik uns soll nicht die positive Seiten des Ganzen ueberdecken: das ganze Land (und v.a. deren Leute) haben mitgefiebert, es wurden Gluecksbringer geschenkt, das Rettungscamp organisiert,…

Zurueck zum Vulkanausflug: Leider war ausgerechnet Ester diejenige, die mit einem aus der Gruppe, der aufgeben musste, wieder nach unten gewandert ist. Beim Umziehen bei der Agentur (wieder in der Stadt) war sie jedoch auch wieder anwesend und da es sowieso noch Bier aufs Haus gab die Gelegenheit guenstig: Nachdem die erschoepften Wanderer alle schon ins Hostal sind war fuer mich die perfekte Kombination das ein oder andere Bier plus eine nette Chilenin. Da abends im Hostal Grillparty angesagt war, war eine Einladung an Ester die einzig logische Massnahme…

Asado und die erste gemeinsame Nacht ((21./22.10.2010)

Chilen/innen sind in der Hinsicht anscheinend gerne mal unzuverlaessig (wie ich schon gehoert hatte) und so ist Ester auch nicht aufgekreuzt. Egal, um so mehr konnte man sich dann Freund Alkohol widmen. Die Asado-Chefin (Asado=Grillerei) war die nette chilenische Frau des hollaendischen Hostalbesitzers und sie konnte ich in ein Gespraech verwickeln. Heraus kam eine Einladung (spaeter mehr dazu) zu ihnen aufs Land bzw. zur Nachbarin, die auch im Hostal arbeitet. Der fuers Asado gekaufte Alkohol war zuegig weg getrunken und so hat man sich auf in die anscheinend einzige vernuenftige Bar in der was los ist gemacht. Leider ein Gringoschuppen und auch nur mit diesen Gaesten. Ausserdem zu viel Knopfdruck-Luschtigkeit. Der schweizer Rade hat das auch so gesehen. So haben wir unsere Koerper noch mit 2 dunklen Starkbier verwoehnt und den Koch gefragt, wo es einen Schuppen mit lokalen Leuten gibt. Unsere 2 schweizer Maedels suedamerikamachomaessig stehen lassen und dem Gringo-Tanz ueberlassen und ab in die witzige Tanzbar mit lokaler Mugge und Einheimischen. Dort noch bis unbekannte Zeit mit Pisco-Cola die Lampen ausgegossen (wie der Niedersachse sagt). Wieder zuhause lag meine Fast-Frau (s.u.) Barbara schon in meinem Bett… Rade hat morgens noch seinen Bus nach Santiago verpasst.

Zwischendurch und die 2. gemeinsame Nacht (22./23.10.2010)

Am Folgetag war die Idee, in ein Tal mit ein paar Wasserfaellen zu wandern. Im Tal waren wir schon, den Fluss auch schon gesehen. Aufgrund massiver Motivationsprobleme meinerseits haben wir aber keine Wasserfaelle gesehen. Egal, die gibts ja auch ueberall auf der Welt. An einem weiteren verregneten Tag war ich dann mit einem Hollaender im Nationalpark Huerquehue, mit Wasserfaellen und Seen, wo es dann oben geschneit hat und wir deswegen auch frueher umgedreht sind. Weil das Bett-Teilen in der ersten Nacht so gut geklappt hat, habe ich abends Barbara`s Bett fuer 2 Riesenbier (in Chile 1 Liter) verkauft, weil wegen Missverstaendnis im ausgebuchten Hostal ein Bett fehlte.

A continuacion: Der Nalca-Tag, chilenisches Hofbraeuhaus / Das Carre / Besuch von Teresa



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